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Über das Projekt

März 2003 – März 2013: Zehn Jahre Krieg, kommentiert aus der Sicht von Irakern und internationalen Augenzeugen auf einer täglich aktualisierten Webdokumentation bis zum 1. Mai – der Tag, an dem George Bush das Ende der Kämpfe erklärte.

Was wissen die Menschen über den Irak? Welche Bilder ruft der Name in ihnen wach? Die Wiege der Schrift, schwarzes Gold, ein Krieg zur Primetime, ein gestürzter Diktator und mittlerweile nur noch Nachrichten über Chaos und Blutvergießen.

Die westlichen Medien sind einsilbig geworden, wenn es um Bagdad geht. Ihre Meldungen sind der entfernte Widerhall eines chaotischen Alltags. Doch wie sieht das Leben der Iraker zehn Jahre nach dem zweiten Golfkrieg tatsächlich aus? Welche Erwartungen und Sorgen haben Schiiten, Sunniten, Kurden oder auch Christen? Welche Zweifel hegen sie und welche Hoffnungen? Dies herauszufinden ist das vorrangige Ziel dieser Webdokumentation. Im Mittelpunkt stehen daher die Meinungen der Menschen vor Ort, die sie in eigenen Videoreportagen, Fotos und Interviews zum Ausdruck bringen.

Diese direkt an der Quelle gewonnenen Informationen sollen einen Blick auf den Irak gewähren, der weniger von der westlichen Sichtweise geprägt ist.

Die Einschätzungen führender Journalisten der drei großen europäischen Partner-Tageszeitungen Le Monde, Süddeutsche Zeitung und The Guardian vervollständigen das Bild. Archivaufnahmen von ARTE aus den letzten zehn Jahren sowie Analysen internationaler Experten helfen beim Verständnis der komplexen historischen Zusammenhänge und der geopolitischen Herausforderungen von Morgen. Auch Fotografen und Karikaturisten beleuchten mit ihren Arbeiten die Entwicklungen im Irak.

Das ehrgeizige Ziel der Doku ist es, ein Jahrzehnt irakischer Geschichte mithilfe ihrer wichtigsten Akteure gemeinsam verstehen zu lernen.

Damit verfolgt diese Produktion den gleichen Ansatz wie bereits die 2011 Afghanistan gewidmete Serie.

Die zehn Rubriken

Gesehene Dinge. Die Regisseurin Katia Jarjoura wurde damit beauftragt, ihre irakischen Eindrücke in mehreren Momentaufnahmen aus Bagdad und Umgebung festzuhalten. Es entstanden 10 Bilder über ihren einmonatigen Aufenthalt im Land.

Irak, meine Heimat. Ein Blick auf den Irak durch das Auge mehr oder weniger erfahrener junger Filmemacher. Jeder von ihnen schildert das Land auf seine Weise und lässt dabei ganz normale Menschen auf der Straße zu Wort kommen, deren Ansichten Gehör verdienen.

Fahrtenbuch. Ein kommentarloses Roadmovie des franko-irakischen Journalist Feurat Alani in zehn Folgen. Die Reise führt von Nord nach Süd quer durch das Land.

Bilder aus Irak. Das Prinzip ist einfach: Fünf irakische und fünf ausländische Fotografen kommentieren jeweils zehn Bilder aus ihren Archiven. Am Ende stehen 100 sehr persönliche Blicke auf das Land, die sich gegenseitig ergänzen.

Im Exil. Sie sind aus ihrem Land geflohen, um am anderen Ende der Welt ein neues Leben zu beginnen. Porträts von zehn Männern und Frauen der “irakischen Diaspora“ und ihrer bewegten Geschichte.

Irak 2.0. Hat WikiLeaks den Lauf der irakischen Geschichte beeinflusst? Wie vollzieht sich die Revolution des Web 2.0 in dem Land, in dem sich die Wiege der Schrift befindet? Eine Spurensuche.

Das Auge von ARTE. Als kleine Gedächtnisstütze hat die Redaktion aus den Archiven des Senders Irak-Reportagen herausgesucht, die seit 2003 ausgestrahlt wurden und Zeugnis über die Nachrichtenlage im Lauf der Jahre ablegen.

Der Zeitungskiosk. Unsere Partner Le Monde (Frankreich), The Guardian (Großbritannien) und Süddeutsche Zeitung werden in einer Reihe von Artikeln die letzten zehn Jahre im Irak näher beleuchten.

Mit spitzer Feder. Weil eine gute Karikatur aufschlussreicher ist als eine schlechte Erläuterung, illustrieren zehn Karikaturisten aus aller Welt zehn Jahre Tagesgeschehen im Irak.

Hintergründe. Experteninterviews, Hintergrundartikel und Kartenmaterial sind ein gute Basis, um den Irak und seine Geschichte vorzustellen. Doch es ist nicht unser Anspruch, ein erschöpfendes Porträt zu zeichnen; vielmehr wollen wir Orientierungshilfen zum besseren Verständnis eines komplexen Themas geben.

 

Partner

sueddeutsche

Die 1945 in München gegründete SZ gehört zu den Leitmedien Deutschlands. Die Zeitung wird für ihre Unabhängigkeit geschätzt, ist aber berühmt für ihr Streiflicht und ihre Seite 3. In der Berichterstattung nehmen nationale und internationale Nachrichten viel Raum ein. Auf ihrer Internetseite ebenfalls online vertreten ist das Jugendmagazin jetzt.de.

lemonde

Die linksliberale Le Monde nennt sich selbst maßgebend meinungsbildende Zeitung. Sie ist mit 35 000 außerhalb Frankreichs verkauften Exemplaren die wichtigste französischsprachige Tageszeitung weltweit. Seit ihrer Gründung 1944 gilt sie als Abendzeitung, ist aber in Wirklichkeit eher ein Mittagsblatt, da um 10 Uhr 30 Redaktionsschluss ist. Lange Zeit galt Le Monde als trocken; sie hat aber nun ihr Layout modernisiert und den Inhalt erweitert, um eine größere Leserschaft zu erreichen. Mit mehr als 40 Millionen Zugriffen pro Monat ist die Internetseite lemonde.fr die größte französischsprachige Nachrichtenseite. Neben Artikeln aus dem gedruckten Blatt und sofortige Neueinstellung aktueller Themen findet man auf der Seite viele Blogs von Journalisten, Slideshows und Videos.

theguardian

Die 1821 gegründete Zeitung The Guardian kann nicht länger nur als eine Zeitung beschrieben werden. Als Teil von Guardian News and Media, eines der erfolgreichsten Medienunternehmen Großbritanniens, ist das Flaggschiff guardian.co.uk zu einer der meistbesuchten Informationswebsites der Welt geworden. Zusätzlich zum Inhalt der Printausgabe gibt es hier spezielle Rubriken für Kunst, Sport, Reisen, Medien, sowie von hausinternen Journalisten produzierte Multimedia-Beiträge (Dokumentaraufnahmen, Podcasts). Das Ganze ist vermutlich einer der komplettesten Nachrichtendienste in englischer Sprache. Der Guardian ist im Besitz des Scott Trust und gilt allgemein als die linksliberale Referenzzeitung. Obwohl er angeblich der New Labour nahe steht, zeigt er sich durch seine redaktionelle Unabhängigkeit oft auch sehr regierungskritisch.

 

Impressum

ARTE GEIE – Hauptabteilung Information

Leiter: Marco Nassivera

Redaktionsleiter ARTE Reportage: Philippe Brachet, Uwe Lothar Müller

Online-Redakteure: Donatien Huet, David Zurmely

Produktion: Sandrine Heitz, Cécile Thomas, Caroline Kelsch

Übersetzung: Éclair Group

Mischung: Marc Gigoux, Thierry Weil, Michel Puls

Musik: Nahawend, von Fawzy Al Ayedy. Album: Oud Aljazira. Label: Buda Musique/Musiques en balade. Jahr: 1999.

Umsetzung der Website durch FCINQ

“Fahrtenbuch”

Regie: Feurat Alani. Schnitt: Santiago Avalos. ARTE GEIE/Baozi Production – Dezember 2012

“Gesehene Dinge”

Regie: Katia Jarjoura. Schnitt: Wissam Charraf. ARTE GEIE/Baozi Production – Januar 2013

“Irak, meine Heimat”

Regie: Abdul Rahim Mackie, Ahmed Taleb al Sultan, Ali al Hadithy, Malik Alawi, Omar Yassine. ARTE GEIE/Baozi Production – Januar 2013

Regie: Namer Ablhed Huna, Awat Ali, Soran Qurbani, Ismaeel Omar Ali, Haval Salah Ali. Bild, Ton, Schnitt: Dhafir Ali Mashy, Ali Muhamed Ramzan, Hemn Zahir, Koshish Bakr, Anwar Ahmed,  Kerîm Muhamedi, Mensûr Elyasî, Jêhat Barîs, Ranj Abdulla, Kurdo Ahmad, Habib Kadri, Evan Aziz, Farman Ali. Alterdoc – 2010-2012

Impressum ARTE

Allgemeine Nutzungsbedingungen

Datenschutz

 

Irak 2.0

WikiLeaks: Krieg dem Staatsgeheimnis

Veröffentlicht am 08.03.2013

Nie hat das amerikanische Verteidigungsministerium Journalisten so offen bedroht, wie die Reporter von WikiLeaks. Seitdem leben sie im Untergrund, denn mit ihren Veröffentlichungen haben sie sich die Geheimdienste zum Feind gemacht. Sie hatten sich Zugang zu zehntausenden streng geheimen Militärakten verschafft und diese der Weltöffentlichkeit präsentiert: Berichte über Anschläge, vertrauliche Notizen, Videos, die eigentlich keiner je sehen sollte.

Die Reporter Luc Hermann und Paul Moreira von der französischen Presseagentur Premières Lignes haben für ARTE Reportage hinter die Kulissen von WikiLeaks geschaut und zeigen in ihrer Reportage, wie die neue Gegenmacht funktioniert, wie die Aktivisten unermüdlich für Transparenz kämpfen und die Geheimdienste mit ihren Veröffentlichungen in Verlegenheit bringen. Die Reporter zeigen aber auch, dass die internen Dokumente, die WikiLeaks ins Netz gestellt haben, nicht die ganze Wahrheit erzählen.

Hermann und Moreira haben auch den Gründer der Internetplattform getroffen. Julian Assange ist untergetaucht, er benutzt kein Handy oder sonstiges multimediales Gerät – zu groß ist die Angst, dadurch aufgespürt zu werden. Charismatisch kultiviert er sein Schattendasein, häufig fühlt er sich bedroht. Vielleicht nicht ohne Grund: In Schweden wird er wegen Vergewaltigung angeklagt. Die Polizei hatte das Verfahren fallen gelassen, ein Staatsanwalt hatte es wieder aufgenommen. Frei bewegen kann Assange sich nicht mehr…

In London, Washington, Rejkajvik und Paris haben Luc Hermann und Paul Moreira diskrete Ermittler und investigative Journalisten von WikiLeaks getroffen. Außerdem haben sie mit jenem amerikanischen Soldaten gesprochen, der 2007 im Irak einen Angriff der US-Armee filmte, bei dem Soldaten unbewaffnete Männer erschießen. Das Video hat er WikiLeaks zugespielt. Es war eine ihrer ersten Veröffentlichungen, die für Wirbel sorgten und nicht zuletzt das Leben des Soldaten veränderte.

Eine Untersuchung über die neue Gegenmacht von WikiLeaks und eine Revolution, die das Verhältnis der Menschen zu Information und Staatsgeheimnissen verändert.

Von Luc Hermann und Paul Moreira – ARTE GEIE/Premières Lignes Télévision – Oktober 2010

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Über den Autor
Die ARTE-Redaktion

Das Magazin ARTE Reportage berichtet eine Stunde lang über international aktuelle Themen – mit Reportagen, den Geschichten von Menschen in dieser Welt, erzählt von Reportern, die vor Ort waren, die zu Augenzeugen wurden. Die Nachrichten sind das eine – die Fakten – doch hinter diesen Fakten verbergen sich die menschlichen Verhältnisse. Darüber wollen wir berichten.